Rega rettet zusammen mit Bergrettern Skitourengänger nach Spaltensturz
Die Crew der Rega-Basis Samedan stand am Dienstagnachmittag im Gebiet des Bellavista (GR) im Einsatz für einen Skitourengänger, der in eine Gletscherspalte gestürzt war.
Mit Unterstützung von vier Bergrettern der Sektion Bernina des Schweizer Alpen-Club SAC konnte der Verunfallte unverletzt aus der Spalte gerettet werden. Am Einsatz beteiligt war auch ein Helikopter der Heli Bernina.
Eine Viererseilschaft von Skitourengängern befand sich in der Nähe des Gratkamms Bellavista (GR) auf über 3600 m ü. M. im Aufstieg zum Rifugio Marco e Rosa, als die Schneedecke unter einem der Tourengänger einbrach und dieser in eine Gletscherspalte stürzte. Dank der raschen Reaktion seiner Begleiter blieb er wenige Meter tief in der Spalte am Seil hängen. Sie konnten ihn sichern, einen weiteren Absturz verhindern und standen mit ihm in Rufkontakt. Jedoch waren die Berggänger nicht in der Lage, ihren Kameraden selbst aus der Spalte zu retten.
Daraufhin alarmierten sie über die Rega-App die Einsatzzentrale der Rega. Die Einsatzleiterin bot neben der Crew der Rega-Basis Samedan auch vier Bergretter der SAC-Sektion Bernina auf sowie einen Helikopter der Heli Bernina, um zusätzliches Material für eine Spaltenrettung zum Einsatzort zu transportieren. Vor Ort gelang es den Bergrettern, den Verunfallten mit Hilfe eines Flaschenzugs aus der Gletscherspalte zu befreien – glücklicherweise unverletzt. Anschliessend wurde die Gruppe mit den beiden Helikoptern zur Rega-Basis Samedan geflogen. Nach einer medizinischen Kontrolle durch den Rega-Arzt konnte der Skitourengänger selbstständig nach Hause zurückkehren.
Einsatzpartnerin Alpine Rettung Schweiz (ARS)
Für das Gelingen eines Einsatzes ist das gute Zusammenspiel mit unseren Einsatzpartnern ein wesentlicher Bestandteil. Je nach Einsatzart benötigen die Rega-Crews Unterstützung von Einsatzpartnern mit Spezialwissen und Spezialausrüstung. So auch bei Spaltenrettungen, wo die Rega-Crews mit den Bergretterinnen und -rettern der ARS zusammenarbeitet. Die ARS ist eine selbstständige, gemeinnützige Stiftung, gegründet durch die Rega und den Schweizer Alpen-Club SAC: Die 84 Rettungsstationen der sieben Regionalvereine sind so über Voralpen, Alpen und Jura verteilt, dass die darin organisierten rund 3500 Retterinnen und Retter in kürzester Zeit einen Einsatzort erreichen können. Die Einsätze der ARS werden über die nationale Luftrettungszentrale der Rega koordiniert.
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